Fragen zum Beruf
der Netzheld:innen?
Du hast noch Fragen zu den Berufsheld:innen? Das FAQ hilft dir, all deine offenen Fragen zu beantworten.

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Lehrstellen
pro Jahr
FAQ
Die Ausbildung zum Netzelektriker:in EFZ geht drei Jahre. Diese kann, wenn schone eine Berufslehre EBA / EFZ besteht, auf zwei Lehrjahre gekürzt werden. Hier ist zu sagen, dass der Schulische Stoff und der von den ÜK’s vom ersten Lehrjahr aufgearbeitet werden muss. Frag hier dein Ausbildungsbetrieb, ob dies möglich ist.
Vielleicht bist du gerne mit grossen Kabeln / Leitern im Energieteil unterwegs, vielleicht eher mit feinen Kabeln / Adern in der Telekommunikation, oder die Nachteule und beim öffentlichen Verkehr mit den Fahrleitung. Was sicherlich alle Schwerpunkte haben, wir gehen gemeinsam in die Berufsschule und haben auch ÜK’s zusammen. Wir lieben alle Teamarbeit, denn alleine geht es nicht!
Sicher eine obligatorische Schule abgeschlossen, on Sek. oder Real ist eher zweitrangig. Du musst gerne im Team oder in der Gruppe unterwegs sein. Rechnen, Mathe, Algebra machst Du gerne oder sind zumindest keine Fremdwörter für dich. Du bist gerne draussen zu Hause und bist körperlich robust, trotzt lieber dem Wetter als der warmen Stube. Du hast zwei rechte Hände, hast eine gute Geschicklichkeit und bist handwerklich begabt. Bei Arbeiten in der Höhe natürlich schwindelfrei und in Graben, Stationen keine Platzangst haben. Die Farben solltest du im natürlichen Spektrum sehen und nicht farbenblind sein.
Am liebsten viel Freude und Teamspirit, den Rest wird sich ergeben.
Dies ist unterschiedlich, wir arbeiten lieber mit den Händen oder Maschinen, umso grösser umso besser würde ich sagen. Auch der Kopf darf nicht fehlen, denn die Sicherheit und der Körper geht hier vor. Sicher Kabel / Drähte ziehen und anschliessen, Komponente anschliessen, spleissen oder verbinden, Ausbau von Schalt- oder Trafostationen, das Netz modernisieren, Reparaturaufträge, Kabelbau, Öffentliche Beleuchtung, Hausanschlüsse montieren, Kontrollieren, Messen bestehender oder neuen Anlagen.
Du besuchst an einem Schultag pro Woche die Berufsschule, welche deinen Wohnkanton zugeteilt ist. Bei den Berufsbezogenen Fächern erhältst Du; Mathematik / Informatik, Fachzeichen, Physik / Chemie / Werkstoffkunde, Elektrotechnik, Berufskunde (Elektrizitätsgesetz, Materialkunde, Arbeitstechniken und Arbeitssicherheit). Dazu kommt natürlich noch der ABU (Allgemeinbildung) dazu und Sport, weitere Informationen kannst Du der jeweiligen Berufsschule entnehmen.
Die sogenannten ÜK’s sind insgesamt 40 Tage in den drei Lehrjahren nach Bildungsplan. Diese wirst du mit den anderen Schwerpunkten gemeinsam und auch Schwerpunktespezifisch besuchen. Dies ist das Bindeglied zwischen dem Theoretischen (Berufsschule) und dem Praktischen (Lehrbetrieb) teil. Damit du dies festigen und unter Mitschülern dies aufbauen kannst.
Die Schweiz ist in Regionen unterteilt, die jeweiligen Kantone (MBA) geben vor, wo die Berufsschule und ÜK besucht werden muss. In der deutschen Schweiz sind es vier Standorte, bei der französischen und italienischen Schweiz jeweils ein Standort. Folgende Standorte gibt es:
- Berufsfachschule Bern (gibb)
- Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg (BWZ)
- Gewerbliche Berufsschule Chur (GBC)
- Berufsbildungszentrum Bau und Gewerbe Luzern (BBZB)
- École Professionnelle Lausanne (EPSIC)
- Scuola Professionale Artigianale Industriale Mendrisio
- Bildungszentrum Energie (BZE) BKW Kallnach
- Ausbildungszentrum Rothenring CKW Luzern
- Ausbildungszentrum ÜK Netzelektriker IBC Chur
- Regional-Center Lenzburg AEW Lenzburg
- CIFER Penthalaz
- Campus Formativo Bodio
Dies kommt ganz auf den Lehrbetrieb und dich selbst an, denn was nicht zu vernachlässigen ist, die Lehre geht eben nur drei Jahre. Du fehlst im Betrieb und auch im ÜK jeweils wegen dem zusätzlichen Schultag und musst dies zu der Schulischen Leistung auch noch bewältigen. Sprich dies gut mit deinen Eltern, dem Lehrbetrieb ab. Damit die Lösung und auch die Lehre zum Erfolg werden und nicht zu einer Belastung.
Kommt auf deinen neuen Lebensstil drauf an, sicherlich auch auf die Region, den Arbeitgeber, Spesen und weitere Faktoren. Vom Lohn her, ohne Zulagen und Spesen, wirst du zwischen 4'000.00 und 5'000.00 CHF verdienen. Aber erst dann fängst du an zu lehren und schrittweise Verantwortung zu übernehmen, welche dann honoriert wird.
Nein, hier stehen dir die Türen weit offen, das ist eine super Grundbildung, um im technischen Bereich über sich zu wachsen. Du kannst nach ein wenig Berufserfahrung schon an die Berufsprüfung gehen und dann eine Gruppe übernehmen, vielleicht liegt dir die Projektierung besser, dann mache interne Weiterbildung oder solche vom VSE. Wenn dir dies noch nicht reicht, ist noch die Netzelektrikermeisterprüfung möglich, oder du machst die BM2 und gehst studieren. Vielleicht findest DU dich auch als Praxisbildner oder Berufsbildner wieder. Also alles ist möglich, auch unter den Schwerpunkten kann einfach gewechselt werden mit internen Kursen.
Wir sind eine harte und eingefleischte Community und verstehen uns auf dem ersten Kontakt. Der Berufsstolz ist sehr hoch und wird aktiv gelebt, auch du kannst hier aktiv was beitragen. Die Arbeit, welche wir sehen, entsprich unserem Kodex und wird laufend verbessert. Auch haben wir nicht jeden Tag die gleiche Arbeit, sind an einem anderen Ort, oder haben ein anderes Kabel zum Aufschalten. Also wird es bei uns selten langweilig und jeder Tag hält neue Herausforderungen bereit. Wenn der Kabelzug nicht funktioniert, werden gemeinsam Lösungen gesucht.
Beides ist bei uns gefragt, zusammen sind wir stark. Wegen der Gesundheit und natürlich auch der Sicherheit können wir nicht einfach «Kopflos» umherirren, nein überlegen, wie wir die Kraft einsetzen können und am wenigsten persönliche Ressourcen verbrauchen. Auch der Durchhaltewille ist gefragt zum Ganzen, denn ohne den Gedanken werden wir auch nicht weiterkommen. Würde sagen eine spezielle Mischung macht es.
Sicherlich wird dir hier diese das einte oder das andere Mal begegnen, auch dies ist gut so. Weil diese Grenze musst du kennen und auch wissen, wann diese einsetzt. Denke bei der Kraft fängt es meistens an, aber hier macht der Körper schnell mit und gleicht dieses aus. Dabei speilt auch wieder die Technik eine Rolle, auch die Vorgaben und Vorschriften müssen eingehalten werden. Ansonsten sollte in der Lehrzeit diese nicht gross tangiert werden. Aber sprich diese auch mit der Gruppe an, nur können diese richtig handeln und dich unterstützen.
Ja denke, wenn du nicht in einer speziellen Region arbeitest, sollte dies kein Problem darstellen. Viele werden in den kommenden Jahren pensioniert und viel zu wenige kommen hier nach. Auch in der Projektierung, oder im Kader werden diese Fachkräfte in den kommenden Jahren fehlen. Aktuell kommen so gegen 160 Netzelektriker:innen pro Jahr auf den Arbeitsmarkt, nach der Branche sollten dies gut um die 200 bis 250 sein, welche ausgebildet werden sollten. Auch wenn du nach der Lehre einen Umzug planst, um die Schweiz zu erkunden, wirst Du immer einen Arbeitsplatz haben.
Nein ich denke das Wichtigste ist, dass du dich wohl fühlst und einen guten Draht zu der Gruppe / Firma / Lehrbetrieb hast. Wenn du die Ausbildung in der Privatwirtschaft machst, bist du eher in Projekten unterwegs und der Zeitdruck ist eher höher. Aber auch hier hat es eine zweite Seite, dafür siehst du meistens mehr und kannst speziellere Sachen machen, oder hast verschiedene Einblicke bei den Kunden. Hingegen bei einem EVU (Energieversorgungunternehmen) ist dies eher auch in Gruppen und Aufgaben unterteilt, welche du tage-, quartals- oder semesterweise besuchen wirst. Auch haben diese meisten die gleichen Materialien, Vorgaben, was natürlich Sicherheit gibt und Routine. Also ausprobieren, schnuppern gehen und die verschiedenen Firmen kennenlernen.
Die Gesellschaft in der Schweiz verlässt sich immer mehr auf elektronische Lösungen. Die Digitalisierung wird weiter ausgebaut. Somit ist der Anschluss an das Strom- und Datennetz schon heute nicht mehr wegzudenken und wird in Zukunft noch ausgeprägter werden. Auch bedeutet Mobilität für viele Menschen Freiheit und der Warentransport auf der Schiene erlangt ebenfalls einen immer höheren Stellenwert. Fachleute für Bau, Unterhalt und Planung dieser Netze sind schon heute gesuchte Arbeitnehmende und bleiben dies auch in Zukunft.
Bei der Ausbildung als Netzelektriker:in nimmt die Schaffung eines persönlichen Sicherheitsbewusstsein einen hohen Stellwert ein. So ist die Sicherheit bei der täglichen Arbeit im Betrieb, in der Berufsfachschule und natürlich auch bei den überbetrieblichen Kursen – wo 2 Wochen nur der Arbeitssicherheit gewidmet sind – immer wieder Thema und wird trainiert.
Die von der SUVA geforderte Ausrüstung für die Sicherung bei Arbeiten in der Höhe werden vom Betrieb zur Verfügung gestellt und die Handhabung wird mit den Lernenden immer wieder trainiert. Sicherheitsgeräte und der geübte Umgang mit diesen gehören zum Beruf.
Vor allem in den Schwerpunkten Energie und Fahrleitung wird an den Leitungen zur Übertragung von Hochspannung gearbeitet. Diese sind während der Arbeit natürlich ausgeschaltet, werden laufend überprüft und vor dem Wiedereinschalten gesichert. Es wird strikt nach den gängigen Sicherheitsweisungen der SUVA gearbeitet.
Leitungen werden oft mit der Kanalisation entlang von Strassen und Geleisen geführt. Entsprechend oft arbeiten Netzelektriker:innen in diesen Bereichen. Die Baustellen sind entsprechend signalisiert und gesichert.
Im Schwerpunkt Fahrleitung sind Nachteulen willkommen. Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind die Lernenden der Jungendarbeitsschutzverordnung unterstellt und können nur vereinzelte Nächte eingesetzt werden. Jedoch gerade in der Nacht finden die spannenden Tätigkeiten statt.